Marseille: Die Sehenswürdigkeiten der Provence

Die kosmopolite Metropole am Meer
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Marseille ist eine Stadt der Kontraste: Mit ihren Altstadtvierteln, ihrer sonnigen Küstenstraße, dem tiefblauen Wasser und den Felsenbuchten auf einer Länge von über 20 km bis nach La Ciotat spielt die Stadt in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht eine wichtige Rolle in der Provence. Entdecken Sie ihre barocke Schönheit und ihre Intensität ...


Eine Stadt voller Energie

Die älteste Stadt Frankreichs, die vor etwa 2600 Jahren von den Griechen gegründet wurde, ist heute die Hauptstadt Südeuropas. Sie ist eine weitläufige, weltoffene und gastfreundliche Stadt voller Leben. Vom Alten Hafen (Vieux Port) über das Stadtviertel Panier, dieses „Klein-Neapel“, wo noch die Wäscheleinen von Fenster zu Fenster gespannt sind, bis zur Basilika, die im Volksmund „Bonne Mère“ genannt wird, sprüht diese Stadt nur so vor Energie.


Rund um den Alten Hafen

Hier liegt das belebteste Viertel von Marseille. Besuchen Sie den Fischmarkt am Hafen und gehen Sie dann weiter zur Canebière, einer ehemaligen Prachtstraße. Vom prächtigen Modemuseum (Musée de la Mode) bis zum Heimatkundemuseum ist es nicht weit, und das riesige „Glasgefängnis“, ein über 20 Tonnen schweres Wrack eines Handelsschiffs, wird auch Sie verblüffen. Zum Abschluss können Sie die Geheimnisse der Herstellung handgemachter Seifen im Atelier La Licorne erkunden, das Sie mit einem Duft von Maiglöckchen und Veilchen empfängt.
(Savonnerie La Licorne, 34, Cours Julien)


Pilgern im Süden der Stadt

Steigen Sie auf den Hügel La Garde südlich des Alten Hafens (Vieux Port) und bewundern Sie die Basilika Notre-Dame de la Garde. Auf dem Gipfel wird Ihnen die ergreifende Schönheit der von den Einwohnern der Stadt liebevoll „Bonne Mère“ (dt. Gute Mutter) genannten Basilika den Atem verschlagen: Sie ist fast 10 Meter lang und ihre Marienstatue ist ganz und gar mit Blattgold bedeckt. Nun gehen Sie wieder hinunter zur Basilika Saint-Victor, deren Krypta einen Besuch wert ist. Legen Sie auf dem Weg einen Stopp im Krippenfiguren-Museum von Marcel Carbonel (Musée du Santon Marcel-Carbonel) mit seinen 700 Figuren ein. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Erholen Sie sich auf dem grünen Rasen des Jardin du Pharo - vor allem Ihre Füße werden es Ihnen danken.
(Jardin du Pharo, Bd Charles-Livon)

 


Das Panier-Viertel

Schlendern Sie einfach aufs Geratewohl durch die kleinen Straßen, denn so können Sie dieses malerische Viertel oberhalb von Marseille am besten kennenlernen. Auf Ihrem Weg kommen Sie an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbei, wie zum Beispiel am Diamantenhaus (Maison Diamantée) mit seiner Fassade aus diamantenähnlich behauenen Steinen, am Fort Saint-Jean aus der Zeit der Kreuzzüge oder an der Vieille Charité mit ihrer Kapelle im italienischen Barockstil. Nicht weit entfernt können Sie bei Étienne Cassaro leckere Pizza mit Anchovis essen. Eine Institution in Marseille!
(Chez Étienne, 43, Rue de Lorette)

 

Geheimtipp: Ende Oktober bestimmt das Festival Fiesta des Suds den Rhythmus der Marseiller Nächte. Hier wird Weltmusik aus aller Herren Länder geboten: Cheb-Mami und Grand Corps Malade, Cesaria Evora und Hip-Hop...
 


Die Frioul-Inseln

Nicht weit vom Alten Hafen entfernt liegen die vier Inseln mit den seltsamen Namen If, Tiboulen, Pomègues und Ratonneau. Folgen Sie den Spuren der haarsträubenden Geschichten über den Grafen von Monte-Christo, die Alexandre Dumas auf dem Schloss der Insel If ansiedelte. Oder unternehmen Sie eine Wanderung durch die erstaunliche Vegetation der Zwillingsinseln Pomègues und Ratonneau und besichtigen Sie die erste zertifizierte Bio-Fischzucht des Mittelmeers.
(La Ferme aquacole, île Pomègues)


Versteckte Strände an der Corniche Kennedy

Die Uferstraße Corniche Kennedy folgt jeder noch so kleinen Einbuchtung der Küste, an der sich ein versteckter Strand an den nächsten reiht. Sand- oder Steinstrand, schick oder klassisch ... hier ist für jeden Geschmack etwas dabei! Mit der Familie bietet sich der Strand Prophète an, der besonders familienfreundlich und gut bewacht ist. Auf dem Weg sollten Sie unbedingt einen Abstecher in das bunte Fischerdörfchen Vallon des Auffes machen.

Geheimtipp: Die vom Wasser umspülte Terrasse des Petit Pavillon lädt dazu ein, einen Menthe à l'eau (typisches Getränk mit Minzsirup) zu schlürfen.
(Le Petit Pavillon, 54, Corniche Kennedy)
 


Die Prado-Strände

Am 26 Hektar großen Stadtstrand am Prado können Sie zwischen Straße und Meer spazieren gehen oder auch Sport treiben. Hier findet jeder sein Glück: die Nacheiferer von der französischen Fußballlegende Zidane, Surf- oder Windsurffans, Sonnenanbeter ... Außerdem gibt es am Prado auch einen Skatepark am Strand Vieille-Chapelle. Neulinge können sich Inlineskates ausleihen und sie gleich an der Strandpromenade ausprobieren.
(Xoxo Beach Shop, 197, Av. Pierre-Mendès France, 8e Arr.)


Goudes und Callelongue: malerische Fischerdörfer

Machen Sie einen Spaziergang durch diese Fischerdörfer mit ihren kreuz und quer stehenden Häuschen. In der Nähe von Goudes liegt das Cap Croisette, die trockenste Region Frankreichs, wo die Straße an schönen Felsbuchten entlangführt. In Callelongue beginnt ein steiler Pfad hinauf zum alten Telegrafen. Von oben genießt man einen fantastischen Blick auf die Inseln Maïre, Jarre und Riou. Vorher sollten Sie sich noch eine Fischsuppe im Restaurant de la Grotte gönnen …
(Restaurant de la Grotte, 1, Av. des Pébrons, Calanque de Callelongue)

 

Geheimtipp: Anfang Juli läuft in Marseille das Petanque (Boulespiel) auf Hochtouren: Im Borély-Park findet das bekannteste Petanque-Turnier der Welt, das „Mondial La Marseillaise à Pétanque“ statt. Hier werden über 150.000 Zuschauer und fast 13.000 Teilnehmer erwartet. Unbedingt ansehen!